Archive for the ‘Reviews’ Category

Eckaaat, die Russen sind dooo!

The Red Star

Eieiei, nach dem Auspacken des Comics dacht ich schon: “shit, der müffelt ja mehr als Raclettekäse aus der zugeschweisseten Packung.”

Und das waren auch so ziemlich schon meine Negativpunkte zu “The Red Star”. Hauptsache was zu meckern. ;)

“the Red Star” spielt irgendwann in der Zukunft und zeigt das fiktive Schicksal einer Sowjetunion eingebettet in SF- und Fantasyelemente. Neben Raumschiffen tauchen auch allerhand Zauberer, Geister und sonstiger metaphysischer Schmarrn auf.

Auf den etwa 150 Seiten des ersten Bandes erzählt Christian Gossett die Geschichte von Maya und Markus Antares. Sie ist eine Zauberin, die auf dem Wolkenbrüter Konstantinov (ein Schlachtschiff) Ihren Dienst versieht. Ihr Ehemann ist einfacher Soldat. In Rückblenden erzählt Maya von der Schlacht vor Kar Dathras Tor, in der die Vereinigten Republiken des Roten Sterns (VRRS) neun Jahre zuvor vernichtend geschlagen wurden. In dieser Schlacht verlor Sie ihren Mann Markus. Oder doch nicht?

Zugegeben: im ersten Band geschieht nicht allzuviel, wenn man bedenkt, dass die Auswirkungen der Schlacht, von der Maya erzählt, bereits zu Anfang zu sehen sind. Sehr langsam entfaltet sich der Plot und gibt weitere Handlungsstränge frei, an die sich der Autor erst später wieder hinbegeben wird.

“The Red Star” ist eine politische Novelle, die zwar den Kommunismus nicht glorifiziert und zeigt, warum dieses kommunistische System letztenendes Scheitern musste. Keinesfalls vergessen werden aber die positiven Grundgedanken des Systems, das jedoch stets korrumpiert wird. Im Comic gibt es keinen Stalin oder Lenin, werden aber sehr gut vom Zauberer Imbohl ersetzt, der nur aus eigenen Machtdünken Millionen Menschen durch den Militärapparat abschlachten lässt. Zudem…

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Ätsch, mein Geheimdienst ist viel schöner als deiner!

Get Smart

“Hallo Scheffchen!”

Jason Bourne, James Bond und XIII können sich warm anziehen, denn Maxwell Smart (Steve Carell) betritt nach langer Abwesenheit wieder die Bühne um die Welt zu retten. Zumindest täte Max das gerne. Als Analytiker sitzt er in der Zentrale des Geheimdienstes “Control” und verrichtet dort dröge Schreibtischarbeit. Er will endlich in den Aussendienst, doch sein Chef braucht ihn im Büro. Als der gegnerische Geheimdienst “Kaos” die Identitäten der Control-Agenten herausfindet werden diese nach und nach dahingemeuchelt. Endlich schlägt Max große Stunde. Mit Agentin 99 (Anne Hathaway) reist er nach Osteuropa, um gestohlenes spaltbares Uran zurückzuholen. Dabei setzt er seine Gadgets und seinen ganz eigenen Charme dazu ein 99 und seinem Chef (Alan Arkin) mächtig auf die Nerven zu gehen…

In den 60ern entwickelte…

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Unglaublich: Grünbepinselte Prügelklöte randaliert in Amerika!

Der unglaubliche Hulk

Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühn…
Ja, der Hulk ist zurück und verteilt munter Veilchen wie in alten Tagen. Nachdem Bruce Banner (Edward Norton) 2003 untertauchen musste, weil General Ross (William Hurt) ihn gefangenzunehmen gedachte um aus ihm eine Waffe für das US-Militär zu basteln, verschlug es ihn nach Südamerika. Dort verdingt er sich als Arbeiter in einer Getränkefabrik. In seiner Freizeit forscht er an einem Mittel um seine Kräfte zu neutralisieren. Wir erinnern uns: Nach einer Übderdosis “Gamma Ray” ist es gefährlich Mr. Banner auf die Nerven zu gehen. Steigt sein Puls auf über 200 mutiert er in den mies gelaunten, grünhäutigen Gebäudezerbrösler HULK.

Da Ross bislang ziemlich unerfolgreich seinem Missionsziel hinterhechelte engagiert er den Söldner Emil Blonsky (Tim Roth). Bruce wird schließlich von Blonsky aufgespürt und befindet sich erneut auf der Flucht. Doch dieses mal muss er in die Höhle des Löwen: nach hause, einem möglichen Heilmittel entgegen, das ihm verspricht Ross endlich loszuwerden.

Nachdem “Hulk” 2003 an den Kinokassen weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist,…

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Bewußtseinserweiternde Drogen ;)

Die hermetische Garage

Immer wieder begleiten den Leser eines Buches bei der Lektüre Fragen. Manchmal fängt dies schon beim Einband an. “Die hermetische Garage”. Sofort fragt man sich: was ist die hermetische Grarage? Ist es eine Welt? Eine Dimension? Ein Paradoxon? Ist es schlicht nur eine profane hermetisch verschlossene Garage? Ist die Garage am Ende nur ein Gedankenspiel? Ein philosphischer Witz?

Auf welchen Schluss auch immer man am Ende der Lektüre kommen mag, eines ist belegt: Die hermetische Garage ist in jedem Falle ein Experiment.

Altmeister Moebius (oder auch als Giraud bekannt(Leutnant Blueberry)) erschuf Ende der Siebziger einen Comic, der monatlich erschien, jeweils nur 2 bis 4 Seiten, in denen sich dem Leser bizarre Welten mit noch seltsameren Namen und Ereignissen darboten. Ohne, dass Moebius selber genau wusste wo sich die Geschichte hinentwickeln würde, reihte er Episödchen an Episödchen bis sich tatsächlich etwa ab der Hälfte so langsam ein genaueres Bild abzeichnete.

Um nicht zu viel der Geschichte und damit der Interpretationsvielfalt vorwegzunehmen eine Andeutung der Handlung: Der Ingenieur Barnier zerstört aus Versehen einen Kabelverleger von Jerry Cornelius. Aus Angst vor dem Besitzer flieht Barnier über die verschiedenen Ebenen um auf eine andere Welt zu entkommen. Inzwischen sucht Jerry Cornelius nach seinem Ingenieur, doch sein Gegenspieler Major Grubert ist auf der Suche nach ihm und sendet seine Spione aus..

Definitiv gehört “Die hermetische Garage” in die Welt der Science Fiction, ist dabei aber sehr surreal gestaltet und mit Sicherheit nichts, was man nur “nebenher” schmökern sollte. Auch heute, da alle Episoden in einem Album erscheinen verlangt der Comic viel Aufmerksamkeit vom Leser. Dankenswerterweise erscheint der Klassiker in S/W und nicht in Farbe. So kommen Moebius´ Zeichnungen noch besser zur Geltung.

My rating: 4.5 stars
****1/2

Necronomicon ex Morits

B.U.A.P. – Die universelle Maschine

Das Team ist nicht mehr komplett. Rogers Tod hat eine Lücke in der Behörde hinterlassen und jeder versucht auf seine Weise mit dem Verlust umzugehen. Während Kate Corrigan in Frankreich nach einem uralten Buch über die Erschaffung von Homunkuli sucht, um so vielleicht Rogers Körper erneuern zu können, setzen sich Captain Daimio, Liz, Abe und Johann Kraus in der Behörde zusammen, um gemeinsam den Tod ihres Freundes zu verarbeiten. Jeder erzählt aus seiner Vergangenheit von sehr persönlichen Begegnungen mit dem Tod. Dabei ahnen sie nicht, dass sich Kate in die Fänge eines skrupellosen Antiquariats begeben hat, der keine alltägliche Transaktion im Sinne hat…

Im letzten Band “Schwarze Flamme” herrschte Action als Handlungselement vor und markierte den vorläufigen (dramatischen) Höhepunkt in der Geschichte der Behörde, nicht zuletzt durch Rogers Opfer. Nun wird das Tempo merklich zurückgefahren und die ebenso für Hellboy typischen Gruselgeschichten halten wieder Einzug. Die größtenteils sehr traurigen Geschichten um Daimios Vergangenheit, einen Wendigo, Liz´ Träume über ihre tote Familie und Johann Kraus Obsession zu dem Geist einer verstorbenen Frau, lassen den Leser immer wieder zweifeln, ob Rogers Schicksal einen glücklicheren Verlauf nehmen wird.

Obwohl eine solch illustre Erzählrunde stets die Gefahr birgt, dass das Tempo vollkommen aus der Story genommen wird und im schlimmsten Fall wirkt als wolle man gezwungen mehr Tiefgang in die Figuren bringen, umschiffen Mignola und Arcudi dieses Riff gekonnt. “Die Universelle Maschine” fügt sich ohne Schrammen und Schönheitsfehler in die Reihe ein und gleicht – daran lässt die permanent vorhandene unterschwellige Bedrohung keinen Zweifel – die Ruhe vor dem Sturm, dem Verweilen im Auge eines Zyklons; nur für einen kurzen Moment bis neues Unheil droht, wenn der “Garten der Seelen” im November endlich erscheint.

Wie immer sorgt der flotte Strich von Guy Davis für wundervolle, phantasievoll gestaltete Welten, unterstützt von Dave Stewarts Kolorierung. Dass auch Mike Mignola auf den letzten Seiten den Pinsel schwingt, Hellboy seinen ersten Gastauftritt der Serie hat und trotz aller Melancholie durch die Einführung der Figur Andrew Devon auch der Humor nicht allzu kurz kommt, lässt “Die universelle Maschine” zu meinem persönlichen Favoriten avancieren.

My rating: 5.0 stars
*****

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