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Ice, Ice, Baby!

Whiteout: Melt

US-Marshal Carrie Stetko geniesst in ihrem Urlaub zur Abwechslung einmal die Wärme Neuseelands statt die eisigen Winde der Antarktis. Als jedoch auf dem ewigen Eis eine russische Forschungsstation explodiert, Atomwaffen verschwinden und sich die Leichen nur so stapeln, vermuten die US-Behörden, dass mehr als nur ein Unfall dahinter steckt und setzen Carrie als Ermittlerin ein. Eigentlich hat sie garkeine Lust den Urlaub abzubrechen, aber die Vorgesetzten ködern sie mit der Heimreise in die Staaten. So kehrt sie zu dem gefährlichsten Ort der Erde zurück, dem Miststück, mit dem sie eine Hassliebe verbindet. Vielleicht, nur dieses eine mal, könnte der launische Kontinent mehr Verbündeter als Feind sein. Vielleicht…

Während die erste Miniserie ein waschechter Krimi war, so verschiebt sich der Plot mit Spionen, Geheimdiensten, Elitesoldaten, verschwundene Atomsprengköpfen, Verfolgungsjagden und ein kleines bisschen Action im zweiten Auftrag von Carrie in Richtung Thriller. Dabei ist der unumstrittene Star und Hauptdarsteller des Buches die Antarktis selbst. Der Leser erfährt noch mehr über die Tücken des Landes, das bereits so viele Leben gefordert hat (”Der Kontinent duldet deine Anwesenheit sozusagen Zähneknirschend, aber er zahlt es dir heim”) und wird durch vier kurzweilige Kapitel bis zum Ende der Geschichte geführt. Die S/W-Zeichnungen sind wie im ersten Whiteout sehr gut und vermitteln prima den invertierten Look des Film Noir (statt vieler Schatten wurde vieles “ausgeweisst”).

Leider kommt die Geschichte aber auch sehr gradlinig daher und wirkt daher recht kurz. Die Handlung muss ohne große Wendungen und Überaschungen auskommen. Den Lesespass an sich mindert das aber kaum, da man in der kurzen Zeit zumindest vortrefflich unterhalten wird.

Die Qualität ist Cross-Cult typisch sehr gut. Zudem runden zwei sehr ausführliche Interviews mit den Machern Greg Rucka und Steve Lieber das Angebot ab. Bleibt zu hoffen, dass der aktuelle dritte Band “Whiteout: Night” es ebenfalls über den Großen Teich schafft.

HASS - La Haine

Vorabinfo:

Der 1995 in Schwarz-Weiß gedrehte Film von Mathieu Kassovitz spielt zur der Zeit, als in Frankreich der Rechtsextreme Politiker Le Pen sehr viel Zulauf hat/hatte.

Es wird das trostlose Leben in einer Vorstadt Frankreichs geschildert. Er zeigt 24 Stunden im Leben der drei jugendlichen Hauptdarsteller, deren Welt von HipHop, Gewalt, Drogen und Schikanen durch die Polizei bzw durch Polizeigewalt geprägt ist.

La Haine gilt als Meilenstein des französischen Kinos der 1990er und gewann unter anderem beim Filmfestival in Cannes 1995 die Auszeichnung für den besten Regisseur, den César für den besten Film und den Europäischen Filmpreis in der Kategorie Young European Film of the Year.

Der Film beginnt mit den folgenden Worten:

„Dies ist die Geschichte von einem Mann, der aus dem 50. Stock von einem Hochhaus fällt. Und während er fällt, wiederholt er, um sich zu beruhigen, immer wieder: ‚Bis hierher lief’s noch ganz gut, bis hierher lief’s noch ganz gut, bis hierher lief’s noch ganz gut…‘. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung!“

Man wird als Zuschauer allein gelassen mit einer schwarzen Leinwand und diesen Worten. An deren Ende steht ein Bild der Welt vom All aus gesehen, das von einem Molotow-Cocktail getroffen in Flammen aufgeht.

Während des eigentlichen Vorspanns sieht man immer wieder die Vorbereitungen der Polizei um gegen Demonstranten vorzugehen bzw. um sich gegen Demonstranten abzusichern (Schlagstock, Helm, Schild). Man sieht wie Demonstranten und Staatsgewalt aufeinander los gehen, Autos in Flammen aufgehen etc. pp.

Der Film setzt zu einem Zeitpunkt in das Geschehen ein, als es in dem Viertel nur ein Thema gibt: die Krawalle zwischen Einwohnern des Viertels und der Polizei in der letzten Nacht. Ausgelöst wurden diese, nachdem während einer polizeilichen Routinekontrolle Abdel, “ein Junge aus ihrem Viertel”, lebensgefährlich verletzt wurde und nun im Koma liegt. Es folgen 24 Stunden im Leben der 3 Freunde Vinz (Vincent Cassel), Hubert (Hubert Koundé) und Saïd (Saïd Taghmaoui), die versuchen das Geschehene zu verarbeiten.

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Atari vs. Presse-/Meinungsfreiheit - Update

Vorgeschichte zu dem Thema

Das ganze ist nunmehr (vorläufig??) zu einem Abschluss gekommen:

Der Streit zwischen 4Players.de und Atari wurde heute beigelegt. In einem persönlichen Gespräch zwischen beiden Parteien hat Atari Deutschland die Anschuldigungen gegenüber 4Players.de in allen Punkten zurückgenommen. Außerdem werden die rechtlichen Maßnahmen gegen 4Players.de eingestellt. Damit wurden die Differenzen im Fall Alone in the Dark in beiderseitigem Einvernehmen überwunden. Atari und 4Players.de freuen sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.

Quelle

Naja, dennoch…. der mehr als fade Beigeschmack über die ganzen Wertungssysteme an sich wird bleiben…

Und leider ist dies nicht der erste Fall der so ausgeartet ist. Druck wird wohl die ganze Zeit auf die Online-/Printmagazine ausgeübt. Logisch, die Herren Publisher wollen ja auch möglichst viel Umsatz generieren.

Ältere Vorfälle:

Der kritische Herbst (Interview mit Martin Deppe, Chef-Red der PC PowerPlay)

Interview mit einem ehem. Publisher

Vertrag zwischen einem Publisher und einem deutschen Verlag

Interview auf GamePorts.de

Weitere Links zu dem ganzen aktuellen Thema:

The Inquirer

Etwas lächerliche Diskussion im Gamestar-Forum

Interview mit dem Tester Jörg Luibl

Spiegel Online

Kommentarthread

Rapunzel, der böse Wolf, das Lebkuchenmännchen und andere Homies

Brothers Grim

In einer Welt in der kein Aberglauben mehr existiert, die Ignoranz der Vergangenheit angehört und die Religionen nur noch blosse Erinnerungen sind, in der der Verstand obsiegt hat und uns die Vernunft leitet…. moment… sorry, war in Gedanken bei einem Science-Fiction Film.

Also in einer SOLCHEN Welt spielt “Brothers Grimm” definitiv nicht. Im Gegenteil; Wilhelm und Jakob Grimm (Matt Damon, Heath Ledger) leben im 19.Jahrhundert im von den Truppen Napoleons besetzten Deutschland und reisen durch die Fürstentümer des in viele kleine Reiche zersplitterten Staates. Die Zeiten sind hart und das Geld liegt nicht auf der Straße. Die Brüder verdingen sich als Exorzisten, Hexenaustreiber und Gespensterjäger. Dabei ist Wilhelm davon überzeugt, dass nichts Übernatürliches in der Welt existiert. Wie mag das zusammenpassen? Betrug heisst das Zauberwort, denn wenn die beiden von einer Legende oder einem Märchen hören, gehen sie zu den Menschen, die glauben, der Antichrist klebe ihnen wie die Scheisse am Hacken und inszenieren einfach den ganzen Hokus Pokus; gegen Bares versteht sich. Danach wird noch schön gefeiert und ein paar Mädels lang gemacht…

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Gammelfleischskandal!

Immer Ärger mit Bernie

Jaja, die 80er, wer sie mitgemacht hat weiss wie gut es ist, dass sie vorbei sind: Ronald Reagan, Police Academy wird am Fließband produziert, Microsoft erblickt das Licht der Welt, grausame Musik, Kalter Krieg, Pastellfarbene Klamotten und Hawaiihemden, es gibt noch keinen Riesenporno namens WorldWideWeb, Tschernobyl, Hair Crimes wohin man schaut, Videospiele haben nur 16 Farben, zu Weihnachten gabs mal wieder nur Playmobil obwohl ich Lego wollte und … ach belassen wir es dabei. Nun gut, es mag nicht nett sein das Jahrzehnt komplett zu verdammen, denn es war ja nicht alles schlecht. Es gab da beispielsweise eine ganze Reihe sehr guter Filme.

So erblickte im Sommer 1989 mit “Immer Ärger mit Bernie” eine außergewöhnliche Komödie das Licht der Welt. In der Regel gibt es in diesem Genre oft Standardkost zu geniessen. Da wären die Teeny-Komödien wie “American Pie”, Beziehungskistenschrott wie “Und dann kam Polly”, “Hitch der Date Doktor” usw oder einfach nur Parodie-Zoten wie die “Scary-Movie” Reihe. Das war auch in den 80ern nicht viel anders. Daher kam mit “Bernie” endlich mal eine frische Brise auf. Wie? Man nehme eine ausgefallene Idee, würze sie mit lustigen Charakteren, etwas Slapstick und vermeide Längen und zu viel Kitsch.

Unter diesen Umständen werden Richard und Larry, ihres Zeichens Yuppies, auf die Leinwand losgelassen. …

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