Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Totgesagte leben länger. Und Indiana Jones wurde schon so manches mal zu Grabe getragen. Damals, Ende der 80er als der letzte Kinofilm “… und der letzte Kreuzzug” anlief, dann nochmal als die für damalige Verhältnisse überaus gut produzierte Serie “Young Indiana Jones Chronicles” eingestellt wurde.

Heute taucht Indiana Jones, respektive Harrison Ford, auf der Leinwand auf und verlängert doch noch einmal die Liste der Kinoabenteuer des Peitschenschwingers. Dabei geht es actionreich zu, wie gewohnt: Indy muss sich diesmal der Russen und nicht der Nazis erwehren, begibt sich in Vervolgungdjagden, überlebt gerade so eine Atombombenexplosion, ist auf der Suche nach uralten Artefakten, lässt wieder einmal antike Gebäude zerbröseln und… aber von vorne:

Indiana Jones wird von der Russin Dr. Spalko (Cate Blanchet) und ihren KGB Spießgesellen 1957 gezwungen sie zu einem Fundstück zu führen, das die USA nach einem UFO Absturz (Roswell, ya know?!)in einer uns wohlbekannten Lagerhalle aufbewahrt. Obwohl Indy natürlich die Pläne der Russen zu durchkreuzen versucht wird er vom FBI ins Visier genommen und von seinem Lehrstuhl auf unbestimmte Zeit beurlaubt. Bevor Indy sich jedoch aus dem Staub machen kann um ein paar ruhige Tage zu verbringen taucht auf einmal der Jungspund Mutt (Shia LaBeouf) auf, der ihm berichtet, dass Indys Kollege Prof. Oxley vermisst wird, seit dieser in Südamerika Forschungen nachgegangen ist. Zudem ist auch der Kontakt zu Mutts Mutter Marion Ravenwood (Karen Allen)abgebrochen. Und siehe da: auch die Russen tauchen wieder auf und kleben Indy wie Scheisse am Hacken. Also auf nach Südamerika und der Sache nachgegangen!

Der neue Indy Streifen tut es sich sichtlich schwer mit seinem Erbe. Die letzten drei Filme, alle entstanden in den 80ern, haben ein großes Publikum, das oft die Filme – oder wenigstens “.. und der letzte Kreuzzug” damals sogar noch im Kino gesehen hat. Somit sind die Erwartungen gerade auch durch die nostalgisch verklärten Erinnerungen von vielen an die Vorgänger auch mit Sicherheit das größte Problem des Films. “Wie doof, dass das Russen waren und keine Nazis! Der gegelte Mutt passt nicht rein! Was soll der Scheiss mit den Ausserirdischen, das passt nicht zu Indiana Jones und ist zu unrealistisch!”…

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