Bundeswehr Im Wald Ausser Kontrolle
Kein Bund für´s Leben
“ERSTES STABS- UND SOLDATENVERNICHTUNGSBATAILON 5! VOR DEM GEBÄUDE AAAAAANGETREEETÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄN!
So, ihr Maden, ich als euer Hauptmann habe euch etwas Wichtiges mitzuteilen. Nachdem ich gestern wie jeden Tag meine Lieblingskomödie “Die durch die Hölle gehen” gesehen hab, offerierte mir mein Eheweib, dass sie sich scheiden lassen will. Aus diesem Grund war ich gestern ab 22hundert äusserst unbefriedigt. Da aufgrund meines anhaltenden Kommandotons keine Nutte in der Stadt mehr mit mir in die Kiste geht bin ich also gezwungen meine Launen ab sofort an euch alleine auszulassen. Du, du bis du da hinten, ich geht nun in die Waffenkammer und schießt euch den Schädel weg. DU, DU und DU, ihr holt schonmal Putzzeug. Der zweite Zug marschiert mit vollem Gepäck einen 200 km Leistungsmarsch. SCHAUT NICHT SO DUMM AUS DER WÄSCHE, IHR ELENDES GESCHMEISS! Wenn ihr wie Weiber ausseht, behandle ich euch halt auch so. WAS?! Ein Paar von euch SIND Frauen?! Das wird ja immer schlimmer!!! So, der dritte Zug schleppt meinen Lieblingspanzer von einem Ende der Kaserne zum Nächsten! Ach ja, die verhinderten Wehrdienstverweigerer rausgetreten und in mein Büro. Mir ist ein wenig nach Arschficken! —
AUSFÜHREN!”Ungefähr so scheinen sich die Drehbuchautoren wohl die Bundeswehr vorgestellt zu haben als sie ihre Verweigerungserklärung tippten. Keine Sorge, ganz so schlimm sind die Dialoge im Film dann doch wieder nicht, aber es kommt nahe dran. So ziemlich jedes Klischee, das sich irgendwie verwerten liess fand im Drehbuch seinen Platz. Dabei hat das Ganze so viel mit der Bundeswehr zu tun, wie ein Eunuch mit einer Vaterschaftsklage. Richtig: nahezu nichts! Das fängt mit der Gruppenmusterung und der Bekanntgabe der Ergebnisse an, geht bei Rivalitätsmanövern mit den US-Kollegen weiter und will einen Glauben machen, dass sich die Herren Offiziere einen Privatpanzer vor die Kajüte rangieren lassen. Ja ne, is klar!….
